Start Business Geschäftsreisende durchschauen Kostenfalle bei Billig-Airlines

Geschäftsreisende durchschauen Kostenfalle bei Billig-Airlines

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Ein Powertool für Geschäftsreisende mit persönlichem Service bietet BCD Travel Direct (Foto: Austrian)
Ein Powertool für Geschäftsreisende mit persönlichem Service bietet BCD Travel Direct (Foto: Austrian)

Geschäftsreisende mögen keine Low Cost Airlines
Studie: Geschäftsreisende fliegen lieber mit Linienfluggesellschaften als mit Low Cost Carrier (Foto: Austrian)
Billiger ist am Ende teurer – weniger Sicherheit, mehr Flugausfälle und überfordertes Personal: Low-Cost-Airlines schneiden aus Sicht von Geschäftsreisenden in allen wichtigen Kriterien wesentlich schlechter ab als andere Fluglinien. Doch selbst beim Preis überzeugen sie nicht immer.

Vier von zehn Geschäftsreisenden sagen, dass sie geringe Gesamtkosten eher bei Linienfluggesellschaften finden. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie Chefsache Business Travel von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV).

Nahezu die Hälfte der Geschäftsreisenden hat schon erfahren, dass sich scheinbar günstige Low-Cost-Flüge nicht immer lohnen: Je nach Anbieter fallen zum Beispiel Extrakosten für Sitzplatzreservierungen oder aufgegebenes Gepäck an.

Bei einigen Airlines sind auch Umbuchungen oder Namensänderungen kostspielig. Deshalb sagen laut DRV-Studie 40 Prozent der Geschäftsreisenden, dass sie mit Linienfluggesellschaften letztendlich günstiger unterwegs sind – ein überraschendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass Low-Cost-Anbieter vor allem mit dem niedrigen Preis werben.

Low-Cost heißt mehr Stress für Geschäftsreisende

Während Low-Cost-Airlines also schon in puncto Kosten viele Geschäftsreisende nicht überzeugen, sind sie den Linienfluggesellschaften in anderen wichtigen Kriterien unterlegen, wie die DRV-Studie zeigt:

  • 54 Prozent der Geschäftsreisenden sind schon mindestens einmal bei einem Low-Cost-Flug verspätet gelandet, bezogen auf Linienfluggesellschaften sind es neun Prozentpunkte weniger.
  • 40 Prozent der Business Traveller haben bereits erlebt, dass der Jet einer Low-Cost-Airline überbucht war. Nur 25 Prozent ist dies mit anderen Anbietern passiert.
  • 38 Prozent beklagen fehlende Servicementalität und unfreundliches Personal bei Low-Cost-Anbietern, bei Linienfluggesellschaften ist der Wert 14 Prozentpunkte niedriger.
  • 35 Prozent sorgen sich bei Low-Cost-Airlines um ihre Sicherheit an Bord. Lediglich 20 Prozent empfinden bei anderen Fluggesellschaften so.
  • Bei 30 Prozent der Geschäftsreisenden ist schon mindestens einmal ein Low-Cost-Flug wegen technischer Mängel ausgefallen, 17 Prozent berichten dasselbe über Linienflüge.
  • „Low-Cost-Airlines können durchaus eine Alternative auch für Geschäftsreisen sein“, sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV. „Doch das Unternehmen muss die gesamten Reisekosten sehr genau prüfen und abwägen, ob der Preis den geringeren Service und den höheren Stress rechtfertigt.“

    Für Unternehmen, die den Überblick über sämtliche Angebote und deren Vor- und Nachteile behalten möchten, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem professionellen Geschäftsreisebüro. Die Reiseexperten verschaffen Klarheit auch über versteckte und indirekte Kosten von Geschäftsreisen.

    Dies liefert Unternehmen auch eine Entscheidungsgrundlage bei der Frage, ob sich Low-Cost-Airlines für die eigenen Geschäftsreisen rentieren. Entsprechende Vorgaben sollten zudem in die Reiserichtlinien des Unternehmens einfließen.

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