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Studie: Machen Geschäftsreisen glücklich?

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Neue Herausforderungen erwarten Geschäftsreisende und Travel Manager in nächster Zukunft (Foto: Austrian)
Neue Herausforderungen erwarten Geschäftsreisende und Travel Manager in nächster Zukunft (Foto: Austrian)

Ja, Dienstreisen machen zufrieden. Das bestätigt eine neue Studie und zeigt die positiven Seiten von Geschäftsreisen auf. Denn beruflich motivierte Reisen bringen die Mitarbeiter unterwegs auch mal auf andere, positive Gedanken. Stress gibt’s ohnehin genug. Das hat Egencia, Geschäftsreisespezialist der Expedia-Gruppe, in seiner zweiten „Business and Travel Technology“-Studie veröffentlicht. Die Studie bestätigt, dass viele Arbeitnehmer ihre Geschäftsreisen als eine erfreuliche Erfahrung empfinden und in ihnen eine Chance sehen, der täglichen Routine zu entkommen. Laut dieser Studie finden 69 Prozent der Geschäftsreisenden die berufliche Auswärtsfahrt angenehmer als die Arbeit am Schreibtisch. Ähnliche viele Befragte finden es wichtig, die Geschäftsreise auch etwas zu genießen.

Gibt es ein besseres „Ich“ auf Geschäftsreisen?

Die Egencia-Studie hat den gesamten Prozess der Geschäftsreise untersucht – von der Buchung über die Erlebnisse während der Reise bis hin zu Fragen, wie die verschiedenen Phasen des Trips bewältigt werden. Dabei scheint sich das Sprichwort „Abwechslung tut Wunder“ zur bewahrheiten.

  • Denn 37 Prozent der Befragten finden, dass sie auf Geschäftsreisen kontaktfreudiger als sonst sind und 38 Prozent denken, dass sie kreativer arbeiten können. Diese Gedanken dominieren gegenüber der Sorge, dass sich andere Arbeit auftürmen könnte oder – sehr überraschend – dem Gefühl, die Familie zu vermissen.
  • Um das Beste aus ihrer Geschäftsreise zu machen, treffen 69 Prozent der Geschäftsreisenden ihre Reisearrangements selbst (Deutschland: 72 Prozent), weil sie dies möchten. Nur ein gutes Fünftel (19 Prozent) arrangiert die Reise selbst, weil es niemanden gibt, der es machen könnte und ein Viertel (24 Prozent) sagt, sie würden ihre Reisebuchungen nie an jemand anders delegieren, selbst wenn sie könnten. In Deutschland sind es sogar 36 Prozent, die ihre Reiseplanung nicht aus der Hand geben würden.
  • Der größte Motivator, die Reisebuchung zu delegieren ist der Faktor „Zeiteinsparung“ (55 Prozent). Über die Hälfte (62 Prozent) der Selbstbucher hingegen gibt diese Aufgabe nicht aus der Hand, weil sie fühlt, so eine bessere Kontrolle zu haben.
  • Die Kehrseite während und nach der Geschäftsreise

    Auch wenn die meisten Geschäftsreisenden ihre Reisen genießen und es bevorzugen, selbst zu buchen – es kann zum Preis von Frustration geschehen. So finden 42 Prozent die Geschäftsreise stressiger als den Tagesjob und die Hälfte der Befragten hat Schwierigkeiten die Buchung anzupassen, wenn sich Pläne ändern.

  • Für 45 Prozent der Geschäftsreisenden ist der frustrierendste Teil der Reisebuchung das Arrangieren der Transporte vor Ort. Oft aus dem Unwissen, dass es auch andere Optionen gibt, nehmen 70 Prozent der Reisenden das Taxi, um in einer fremden Stadt ans Ziel zu kommen.
  • Am Ende der Reise fühlen sich 43 Prozent müde und 23 Prozent sind einfach nur erleichtert, dass sie nachhause können.
  • „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Geschäftsreisen etwas sind, auf das sich die meisten Menschen freuen”, sagt Christophe Peymirat, Senior Vice President, Egencia für Europa, den Nahen Osten und Afrika. Und: „Natürlich sind sie ermüdend, aber sie können auch sehr belebend sein. Wir glauben, dass smarte Technologien dem Reisenden die Kontrolle geben, Stress reduzieren und so helfen können, Geschäftsreisen mehr zu genießen.“

    TRAVELbusiness-Background: Die Studie wurde im Auftrag von Egencia vom Umfrageinstitut Northstar durchgeführt. Für die Studie wurden im Januar 2016 in 12 Ländern (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, China, Australien, Indien, USA und Kanada) 6.072 internationale Geschäftsreisende online befragt, die mindestens zwei Mal im letzten Jahr auf Geschäftsreise waren.

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