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Zukunftsmarkt Afrika bietet Chancen für EU

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Afrika entwickelt sich zum Zukunftsmarkt für die EU. Statt Krisenmeldungen über Hungersnöte, Korruption oder Bürgerkriege mehren sich immer öfter Erfolgsmeldungen aus der Wirtschaft Afrikas. Vor allem internationale Investoren, aber zunehmend auch lokale Unternehmen sehen im Standort immer stärkere Potenziale, nutzen aktiv die sich bietenden Chancen und schüren damit die Hoffnungen für eine Aufwärtsentwicklung. Tatsächlich bleiben weite Teile Afrikas weiter ein zwar quantitativ riesiger Markt, aber vielerorts bleiben die Probleme oft leider genauso groß. Wirtschaftliche Erfolgsmeldungen gibt es jedoch in immer mehr Ländern des Kontinents.

In den Ländern der so genannten „afrikanischen Löwen“, den besonders erfolgreichen Volkswirtschaften, sind in vielen Bereichen handfeste Erfolge zu verzeichnen, steigen die Pro-Kopf-Einkommen weiter und werden überdurchschnittlich hohe ökonomische Wachstumsraten verbucht. Diese Standorte zeigen, dass sehr gute und kreative Geschäftsmodelle in Afrika entstanden sind, die nachhaltig und entwicklungsfördernd sind und zu echten Triebfedern des Wachstums werden.

Nicht zuletzt hat sich letzte Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika positiv auf diese Entwicklungstendenzen ausgewirkt. Solche Mega-Events sind zum Symbol eines zukunftsorientierten und modernen Afrikas und damit Imageträger gegenüber Investoren und deren Engagement geworden. Immer mehr afrikanische Unternehmen wachsen schnell und sorgen heimlich, still und leise für die Entstehung einer Art afrikanischen Kapitalismus, der durchaus die Chance hat, im globalen Wettbewerb als Zukunftsmarkt zu bestehen.

Einige der wichtigsten Player profitieren gerade von ihrer Einbettung und Vernetzung auf dem afrikanischen Kontinent, der umfangreichen Kenntnis der Situation vor Ort, den geringen Lohnkosten, ihrem enormen, zukunftsgerichteten Streben nach Erfolg und der hohen Kreativität. Allerdings müssen viele der Unternehmen auf ihrem Weg zur Internationalisierung noch einige Hürden aus dem Weg räumen.

Chinesische Industriezonen in Afrika
Wo die Chinesen in Afrika in Industrie und Landwirtschaft mitmischen: Ägypten, Sambia, Mauritius, Äthiopien und Nigeria
Afrikas Wirtschaft legt weiter deutlich zu und hat an Wachstumskraft gewonnen. Aber Afrika wird auch als Investitionsstandort wichtiger. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Ein entscheidendes Erfolgsgeheimnis des Wirtschaftsstandortes Afrika beruht derzeit zwar weiter auch auf der schier unerschöpflichen Rohstoffnachfrage der asiatischen Nationen und der Länder des Mittleren Ostens.

Afrika bietet Rohstoffe in Hülle und Fülle, hat noch unentdeckte Vorkommen an Öl und anderen Brennstoffen und hat fruchtbares, aber noch in weiten Teilen praktisch ungenutztes Land für intensive Agrarproduktion und landwirtschaftliche Nutzung.

Hinzu kommen erhebliche Potenziale als Standorte zur Nutzung erneuerbarer, nachhaltiger Energiequellen. Vor allem aber die in einigen Ländern stattfindende politische Stabilisierung und erfolgreiche Beendigung von Konflikten, die umfangreiche Verbesserung makroökonomischer und rechtlicher Rahmenbedingungen sowie die Schaffung wirtschaftsfreundlichen Klimas bietet Chancen für ökonomische Aktivitäten.

Afrika bietet als Zukunftsmarkt für die EU zudem den Vorteil, ein in weiten Teilen nahezu unangetasteter Absatzmarkt für Produkte aller Art zu sein. Da sich in einigen Ländern zusehends eine kaufkräftige Mittelsicht mit entsprechender Nachfrage nach Konsumgütern entwickelt hat, hilft dabei enorm. Die Urbanisierung und wachsende Zahl an Arbeitskräften kann diesen Trend dabei begünstigen.

Die Entwicklung Afrikas wird weiterhin vom globalen Wettrennen um Rohstoffe und Arbeitskräfte mitbestimmt. Von einer erfolgreichen Entwicklung der ökonomischen Zugpferde könnten langfristig auch die Länder profitieren, die der Entwicklung noch hinterher hinken und deren Priorität weiterhin auf der Armutsbekämpfung liegen muss.

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