Start Business Wo kann bei Geschäftsreisen noch gespart werden?

Wo kann bei Geschäftsreisen noch gespart werden?

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(Foto: iStock)

Was Geschäftsreisende wünschen
Die Flugkosten steigen, die Hotels erhöhen ihre Preise: Für Unternehmen wird die Geschäftsreise immer mehr zu einem enormen Kostenblock. Wo kann das Travel Management noch sparen? (Foto: iStock)
Wie können Travel Manager dem wachsenden Kostendruck bei den Leistungsträgern begegnen? Wo können bei Geschäftsreisen die Schrauben angezogen werden? Müssen mehr Beschränkungen her? Wo sind noch Optimierungspotenziale bei den Geschäftsreisekosten? Diese Fragen stellte TRAVELbusiness fünf Travel-Profis aus der Geschäftsreisebranche. Ihre Antworten zeigen, wohin künftig die Reise geht.

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Hanno Kirsch, AirPlus Austria: Das größte Einsparungspotential liegt nach unserer Einschätzung in der Optimierung interner Prozesse: elektronische Daten statt Papier, schlanke Genehmigungsverfahren, professionelle Reiseabrechnungsprogramme, Einlesen von Rechnungsdaten statt manueller Erfassung sind hier Schlagwort für Kosten- und Zeitersparnis.

Thomas Willingshofer, BCDTravel Austria: BCD Travel hat sich darauf spezialisiert, Unternehmen Lösungen zu Optimierung ihrs Geschäftsreise-Managements aufzuzeigen, die auf Qualität und Service, innovativen Technologien und Fachwissen in der Kundenbetreuung basieren.

Durch den Einsatz von Online Buchungstools und die nahtlose Integration von IT-Drittsystemen des Unternehmens in die Systemlandschaft von BCD Travel reduzieren wir Kosten. BCD Travel sorgt für ein optimiertes Service ohne wesentlichen Medienbruch, von der Reisebuchung bis zur Abrechnung.

Katharina Turlo, CWT Austria: Im Travel Management geht es nicht nur darum den bloßen Buchungsprozess abzudecken, sondern die dahinter liegenden Prozesse zu analysieren um Einsparungspotenziale zu erkennen.

Grundsätzlich gilt, dass mit einer gut definierten und konsequent umgesetzten Reiserichtlinie bis zu 20% der Reisekosten eingespart werden können. Zusätzlich hilft CWT den Unternehmen auch die Stress auslösenden Parameter einer Geschäftsreise und die dadurch entstehenden Kosten zu berechnen. Werden diese versteckten Kosten im Reisemanagement einkalkuliert und in der Reiserichtlinie berücksichtigt, kann das Unternehmen die Produktivität von Geschäftsreisenden erhöhen.

Die Verhandlungen mit den Leistungsträgern (Airlines, Hotels, usw.) und die Steuerung auf die bevorzugten Partner, ist ein weiterer wichtiger Bestandteil um die Kosten unter Kontrolle zu halten.

Ebenso die Vereinfachung der Reisekostenabrechnung, die Benutzung innovativer Online Buchungs-Tools und die ständige Beobachtung des Reisemarktes. Änderung, wie z.B. die Einführung der Airlines von verschiedenen Zusatzleistungen, erfordert von den Travel Managern eine zeitnahe Anpassung der internen Richtlinien & Prozesse.

Hannes Schwarz, FCm Travel Solutions: Bei vielen Firmen gibt es noch Aufholbedarf. Zielführend ist, Reisen möglichst früh zu buchen. Das bringt mehr Auswahl und außerdem günstigere Tarife. Kostensenkend sind außerdem klarere Richtlinien bei Hotels. Sinnvoll ist die Beschränkung auf weniger Hotels und in diesen dafür mehr Übernachtungen zu besseren Preisen.

Robert Rieb, HRG Austria: Der erste Schritt ist die strategische und operative Implementierung eines professionellen Travel Managements. Eine Person, die einen Flug bucht, ist noch nicht automatisch Travel Manager.

In erster Linie versuchen Kunden gerne auf Seiten der Leistungsträger einzusparen. Das ist bis zu einem gewissen Grad möglich, führte aber zu einem starken Wettbewerb und ist unter anderem dafür mitverantwortlich, dass Airlines ihr Angebot in den letzten Jahren stark verändert haben.

Wesentlich weniger erschlossen, weil nicht so augenscheinlich, sind Optimierungspotenziale, die durch eine konsequente interne Umsetzung von Travel Policies oder Reduktionen der Prozesskosten ausgeschöpft werden können. Hier sehen wir eine gemeinsame Verantwortung, die wir mit dem Kunden teilen.

Das Einsparungspotenzial, das hier brach liegt, steht in keiner Relation zu den Kosten, die für eine vernünftig umgesetzte Optimierung anfallen.

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