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Mehr Besucher im asiatisch-pazifischen Raum

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Malaysia: Die Destination Kuala Lumpur wird von KLM angefolgen
Malaysia: Die Destination Kuala Lumpur wird von KLM angefolgen

MalaysiaKualaLumpurWeb610x410Auch im vergangenen Jahr erwiesen sich die Länder und Gebiete des asiatisch-pazifischen Raums wieder als Magnete des internationalen Reiseverkehrs: Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Region bei den Besucherzahlen noch einmal fünf Prozent zulegen, wie der Verband der Reiseverkehrsorganisationen für diese Zielgebiete (PATA) mitteilt.

Nach vorläufigen Statistiken wurden insgesamt über 350 Millionen Besucher gezählt, ein Zuwachs von 18 Millionen gegenüber 2012. Damit verzeichnete man bereits im dritten Jahr in Folge einen Besucheranstieg.

Spitzenreiter beim Anstieg ihrer Besucherzahlen waren Birma, Japan, Kambodscha, Laos und Taiwan (ROC), die – aus unterschiedlichen Gründen – jeweils ein Plus von über 20 Prozent verzeichnen konnten. In absoluten Zahlen konnten sechs Reiseziele ein Plus von jeweils mehr als einer Million Besuchern melden: die SVZ Hongkong, Thailand, Japan, Singapur, die Republik Korea und Taiwan.

MalaysiaMYPENPARKRTai-PanWeb250x159pixMit einem Zuwachs von 9,9 Prozent führt die Unterregion Südostasien (Birma, Indonesien, Kambodscha, Laos, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam) das Feld an. Durch dieses Besucherplus von über acht Millionen stieg die Gesamtbesucherzahl aller ASEAN-Staaten (zu denen auch noch Brunei und Malaysia zählen) auf knapp 89 Millionen.

Der größte Sprung gelang Birma, das mit einem Anstieg von knapp 52 Prozent erstmals die Millionenmarke durchbrach, gefolgt in deutlichem Abstand von Kambodscha (+24 Prozent) und Laos (+22 Prozent), die damit jeweils zum ersten Mal die Grenze von drei Millionen Besuchern überschritten.

Nach mehreren Jahren starker Besucheranstiege im zweistelligen Prozentbereich hat sich das Wachstum in Südasien (Bhutan, Indien, Malediven, Nepal, Pakistan und Sri Lanka) nun normalisiert, liegt aber noch immer bei eindrucksvollen 6,6 Prozent, was einem Plus von mehr als einer halben Million Besuchern entspricht.

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Die Stadt Dambulla in Sri Lanka ist berühmt für ihre buddhistischen Höhlentempel (Foto: FVA Sri Lanka)

Den größten Anteil am Zuwachs steuert erwartungsgemäß der Flächenstaat Indien mit 6,6 Millionen Besuchern bei – 340,000 mehr als im Vorjahr. Sri Lanka überschritt mit einem Wachstum von nahezu 18 Prozent nun die Millionengrenze, die die Malediven 2012 noch knapp verfehlten.

Nach einem kaum nennenswerten Wachstum im Vorjahr meldeten sich die Südseestaaten und Ozeanien, die die Unterregion „Pazifik” bilden, mit einem Anstieg von 6 Prozent für die 18 hier zusammengefassten Einzelziele eindrucksvoll zurück, die damit insgesamt mehr als 20 Millionen Besucher (+1,1 Millionen) verzeichnen konnten.

Prozentual konnten die Nördlichen Marianen mit 17.4 Prozent das höchste Wachstum einfahren, in absoluten Zahlen war es der US-Bundesstaat Hawai‘i.

Unter den großen der insgesamt 40 verschiedenen Reiseziele, die in der PATA-Statistik erfasst wurden, meldete lediglich die VR China einen Besucherrückgang. Rechnet man aus dieser Zahl jedoch den rückläufigen Anteil der Auslandschinesen heraus, die zu Besuch in die Heimat kamen, verzeichnete auch die VR China 2012 bei ausländischen Besuchern einen Zuwachs in Höhe von 1,6 Prozent.

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China als Destination zieht immer mehr Touristen und Geschäftsreisende an (Foto: GeoReisen)

Die Unterregion Nordostasien insgesamt, zu der neben der VR China noch deren Sonderverwaltungszonen (SVZ), Japan, die Republik Korea, die Mongolei und Taiwan (ROC) zählen, kam in der Bilanz noch auf ein Plus von 4 Prozent, was 8,5 Millionen zusätzlichen Besuchern entspricht, von denen allein 6,7 Millionen (+16 Prozent) auf die SVZ Hongkong entfielen.

Japan konnte die Verluste des Jahres 2011, in dem das Land von Erdbeben und Tsunami heimgesucht wurde, mit einem erneuten deutlichen Besucheranstieg (+35 Prozent) weiter wettmachen. Ein beeindruckendes Ergebnis erzielte auch Taiwan (ROC) mit einem Plus von 20 Prozent.

„Asien und die Pazifikregion werden unserer Einschätzung nach auf absehbare Zeit einen bedeutenden Beitrag zum weltweiten Wachstum des Fremdenverkehrs leisten,” mein Martin J. Craigs, der Vorsitzende der PATA.

„Auch wenn es im Vergleich der Destinationen untereinander von Jahr zu Jahr Schwankungen gibt, erwarten wir insgesamt gesehen ein solides Wachstum, sowohl quantitativ als auch qualitativ.”

Background: In der PATA haben rund 100 staatliche Fremdenverkehrsämter, über 55 internationale Fluggesellschaften und Kreuzfahrtreedereien, Hunderte Reiseunternehmen und mehrere Tausend Reisefachleute ihr Know-how und ihre Marketingstärken gebündelt.

In Europa ist die PATA bzw. sind ihre regionalen Chapter durch eine starke Präsenz auf Endverbraucher- und Fachmessen, Expedienten-Schulungen und Konsumenten-Präsentationen bekannt. Herausragend sind die detaillierten Studien von PATA International zu Tourismuschancen und -entwicklungen in der Region.