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Kapsch startet elektronisches Mautsystem in Weißrussland

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Minsk: Hotel Planet
Zwischen Minsk und dem internationalen Flughafen sowie zwischen der weißrussischen Metropole und der russischen Grenze gibt es seit Anfang August ein elektronisches Mautsystem auf der M1/E30 (Foto: www.hotelplaneta.by)

Minsk: Hotel Planet
Zwischen Minsk und dem internationalen Flughafen sowie zwischen der weißrussischen Hauptstadt, der Metropole Brest und der russischen Grenze gibt es seit Anfang August ist das von Kapsch errichtete elektronische Mautsystem auf der M1/E30 in Betrieb (Foto: www.hotelplaneta.by)
Das von Kapsch TrafficCom in Weißrussland errichtete elektronische Mautsystem ist seit Anfang August in Betrieb. Auf 815 km des weißrussischen Straßennetzes ersetzt die elektronische Gebührenerhebung das bisherige manuelle System. Das elektronische Mautsystem wurde auf Teilen der M1/E30 (Brest – Minsk – Grenze zu Russland) und Zubringerstraßen wie der Verbindung zwischen Minsk und dem internationalen Flughafen von Minsk errichtet. Eine Mautpflicht besteht für Fahrzeuge über 3,5t Gesamtgewicht sowie für Fahrzeuge mit weniger als 3,5t Gesamtgewicht, die außerhalb der Zollunion von Weißrussland, Russland und Kasachstan zugelassen sind.

Die weißrussische Tochtergesellschaft von Kapsch begann im Herbst 2012 mit der Errichtung des auf Mikrowellen-Technologie basierenden Mautsystems. Ein Projektteam von rund 90 der insgesamt 160 Mitarbeitern installierte dabei 56 Maut- und Kontrollbrücken und errichtete 48 Kundenservicestationen.

Zusätzlich wurden zwei moderne Datenzentren aufgebaut, 500.000 On-Board Units für die automatische Verrechnung geliefert und den weißrussischen Transport-Inspektoren 16 speziell ausgerüstete Fahrzeuge zur Rechtsdurchsetzung übergeben.

Kapsch hatte im Februar 2012 den Auftrag zur Errichtung und zum Betrieb eines landesweiten elektronischen Mautsystems in Weißrussland erhalten. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt 267 Millionen Euro.

„Dank unserer großen Erfahrung im Aufbau von elektronischen Mautsystemen auf der ganzen Welt und in enger Zusammenarbeit mit dem weißrussischen Transportministerium, ist es uns gelungen, ein modernes und hoch qualitatives Mautsystem zu errichten, das dem weißrussischen Volk viele Vorteile bringen wird“, sagt Erwin Toplak, Chief Operating Officer der Kapsch TrafficCom. Die Einnahmen aus der Straßenmaut werden für den Ausbau und die Modernisierung der weißrussischen Straßeninfrastruktur auf europäischen Standard verwendet.

Background: Kapsch TrafficCom ist ein Anbieter von Intelligent Transportation Systems (ITS) in den Applikationsbereichen Mauteinhebung, städtische Zugangsregelung und Parkraumbewirtschaftung, Verkehrsüberwachung, Kontrolle von Nutzfahrzeugen, elektronische Fahrzeugregistrierung, Verkehrsmanagement und V2X Kooperative Systeme. Kapsch TrafficCom deckt mit durchgängigen Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette ihrer Kunden, von Komponenten und Subsystemen über deren Integration bis zum Betrieb, aus einer Hand ab.

Die Lösungen von Kapsch TrafficCom helfen, die Verkehrsinfrastruktur zu finanzieren, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, den Verkehrsfluss zu optimieren und verkehrsbedingte Umweltbelastungen zu reduzieren. Das Kerngeschäft ist, elektronische Mautsysteme für den mehrspurigen Fließverkehr zu entwickeln, zu errichten und zu betreiben. Referenzen in 43 Ländern auf allen Kontinenten machen Kapsch TrafficCom zu einem weltweit anerkannten Anbieter im Bereich der elektronischen Mauteinhebung.

Als Teil der Kapsch Group, einem 1892 gegründeten österreichischen Technologiekonzern im Familienbesitz, verfügt Kapsch TrafficCom mit Hauptsitz in Wien, Österreich, über Niederlassungen und Repräsentanzen in 33 Ländern, notiert seit 2007 an der Wiener Börse (KTCG) und erwirtschaftete mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Wirtschaftsjahr 2012/13 einen Umsatz von 488,9 Mio. EUR.