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EU will Passagierrechte stärken

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Flughafen Wien
Der Wiener Flughafen entwickelt sich immer mehr zu einer riesigen Airport-City und zu einer Logistik-Drehscheibe für den Frachtverkehr

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Wenn Flüge ausfallen, sich verspäten oder sonst etwas schief geht, haben EU-Passagiere auch heute schon viele Rechte. Jedoch können sie diese oft nicht durchsetzen, wie Untersuchungen in Deutschland, Dänemark und Großbritannien belegten. Um das zu ändern, hat die EU-Kommission neue Gesetze vorgeschlagen, auch um bestehende Rechtsunklarheiten zu beseitigen.

„Wir wissen, dass Fluggäste, die irgendwo festsitzen, vor allem einfach nach Hause wollen“, sagte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas. „Wir konzentrieren uns daher auf Information, Betreuung und effektive Weiterbeförderung.“

Künftig sollen Fluggäste zum Beispiel das Recht haben, spätestens 30 Minuten nach der geplanten Abflugzeit zu erfahren, was los ist und wie es weitergehen soll.

Das Recht auf Entschädigung soll (je nach Flug) ab einer Verspätung von fünf Stunden greifen, und die Weiterreise mit anderen Airlines sollen Fluggesellschaften spätestens nach 12 Stunden Wartezeit ermöglichen.

Zur besseren Durchsetzung der Rechte sollen Beschwerdeverfahren strenger durch Behörden überwacht werden. Die Kommission will auch festschreiben, dass Airlines in der Regel Hotels bis zu drei Nächten bezahlen müssen, wenn etwa eine Aschewolke das Fliegen längere Zeit verhindert.

Foto: Vienna International Airport