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Reisejahr 2015 läuft derzeit auf Hochtouren

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In den ersten Monaten des Jahres entscheiden sich die Bürger, wo sie ihren Urlaub verbringen wollen. Anreize liefern derzeit die Reiseveranstalter mit den Frühbucherrabatten. Dabei zeigen die Auswertungen der Buchungseingänge, dass die Deutschen ihren Sommerurlaub langfristig im Voraus und damit immer frühzeitiger buchen.

Bislang liegen die Vorausbuchungen im Touristikmarkt weiter über dem Stand des Vorjahres – so die erste Trendmeldung des Deutschen ReiseVerbandes (DRV) für das Reisejahr 2015 zum Auftakt der weltweit führenden Reisemesse ITB Berlin, die am Mittwoch, den 4. März beginnt.

Für den Sommer 2015 ist in den Reisebüros bis Ende Januar laut Auswertungen der GfK-Marktforscher kumuliert ein Umsatzplus von rund fünf Prozent aufgelaufen.

„Wir gehen daher für das gesamte Touristikjahr von einem weiteren Wachstum auf hohem Niveau aus“, zeigt sich DRV-Präsident Norbert Fiebig für die Buchungs- und Umsatzentwicklung optimistisch.

Noch sehr uneinheitlich ist das Bild bei den Buchungseingängen für die einzelnen Urlaubsländer. Besonders deutlich stark im Vergleich zum Vorjahr legen derzeit den GfK-Analysen zufolge die Buchungen für Ägypten mit einem hohen zweistelligen Plus zu.

Zuwächse verzeichnen nach jetzigem Zwischenstand ebenfalls Griechenland mit zweistelligem prozentualen Zuwachs sowie die Balearen mit einem einstelligen Plus und erneut wie in den Vorjahren das Segment der Kreuzfahrten.

Auch die Buchungen für Deutschlandurlaub in Reisebüros nehmen derzeit zu. Noch unter den Werten des Vorjahres entwickeln sich Buchungen für die angrenzenden Länder, die per Auto, Bahn oder Bus angesteuert werden – sowie die Kanaren und die Türkei.

In der jetzigen Hauptbuchungsphase für den Sommerurlaub spielt die allgemeine Preis- und Wechselkursentwicklung den Reiseveranstaltern in die Hände: Die Komplettpakete der Katalogveranstalter werden über Reisebüros zu günstigen Einkaufspreisen angeboten, da sich die Reiseveranstalter gegen den schwankenden Dollarkurs oder andere Währungsschwankungen abgesichert haben.

Einzelne Leistungen wie Flüge, Hotels oder Mietwagen, die kurzfristig individuell und separat von Kunden zusammengestellt werden, kosten möglicherweise deutlich mehr als die Arrangements der Reiseveranstalter. Das gilt derzeit ganz besonders für Pauschalreisen in die Karibik und für die Schweiz.

Rückblick 2014: Karibik und Lateinamerika immer gefragter

Bei der Auswahl ihrer Urlaubsziele im vergangenen Reisejahr 2014 zeigten die Bundesbürger einerseits eine Treue zu ihren klassischen Badezielen rund ums Mittelmeer und im eigenen Land, andererseits hat das Interesse an weit entfernten Urlaubszielen weiter zugenommen.

Insgesamt 2,2 Prozent mehr Veranstaltergäste buchten nach Auswertungen der Veranstalter auf Datenbasis des Statistischen Bundesamtes eine Fernreise. Besonders stark zulegen konnte dabei die Ziele in der Karibik (plus 13,9 Prozent).

Für die Nah- und Mittelstreckenziele wurde ein Plus von 4,6 Prozent Gästen ermittelt. Zu den Gewinnern in Europa 2013/14 zählten allen voran:

  • Griechenland mit einem satten Zuwachs von 17,2 Prozent
  • Tunesien mit einem Gästeplus von 4,9 Prozent
  • Spanien mit einem Plus von 5,9 Prozent und
  • die Türkei erzielte ein Plus von 1,9 Prozent
  • Weniger Deutsche reisten vergangenes Jahr im Vergleich zu 2013 nach Ägypten. Das Land am Nil spürte noch immer die Auswirkungen des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 und verzeichnete im Jahr 2014 ein Minus von 15,1 Prozent, nachdem allerdings 2013 die Zahl der Urlauber gegenüber 2012 wieder gestiegen war.

    Auch Marokko musste vergangenes Jahr ein Minus von 5,6 Prozent verkraften, Zypern sogar einen kräftigen Rückgang von 15,8 Prozent. Auf der Fernstrecke gab es für Ziele in Asien (vornehmlich Thailand), Afrika und Ozeanien ein Minus bei der Anzahl der Reiseveranstaltergäste von jeweils zwischen einem und rund 1,5 Prozent.