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China behindert Firmen aus EU und USA

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EU und USA liegen im Clinch mit China: Die beliebige Auslegung von Vorschriften und Diskriminierung im Vergleich zu chinesischen Konkurrenten nervt den Westen (Grafik: Pixabay)EU und USA liegen im Clinch mit China: Die beliebige Auslegung von Vorschriften und Diskriminierung im Vergleich zu chinesischen Konkurrenten nervt den Westen (Grafik: Pixabay)
EU und USA liegen im Clinch mit China: Die beliebige Auslegung von Vorschriften und Diskriminierung im Vergleich zu chinesischen Konkurrenten nervt den Westen (Grafik: Pixabay)

Die Stimmung bei europäischen und amerikanischen Unternehmen in China ist so schlecht wie nie zuvor. Ihr Pessimismus habe „einen neuen Höchstwert“ erreicht, heißt es in einer Umfrage der Europäischen Handelskammer in Peking. In einer jetzt veröffentlichten Umfrage der Europäischen Handelskammer in China gaben 56 Prozent der Firmen an, ihre Geschäfte in der Volksrepublik würden zusehends schwieriger. Das waren um fünf Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr und so viele wie nie.

Die 506 befragten Unternehmen beurteilten das Geschäftsklima als zusehends feindlich. Die Investitionen der Unternehmen in China nahmen dementsprechend stark ab. Fast ein Drittel der Firmen gab an, sie rechneten nicht mehr unbedingt mit Gewinnen – das waren acht Prozentpunkte mehr als 2015, als dies 23 Prozent sagten. Nur 47 Prozent der Firmen wollen laut der Umfrage ihre Geschäfte in China weiter ausdehnen. Vor drei Jahren noch waren es fast 90 Prozent.

Auch gaben 15 Prozent der befragten Firmen aus der EU an, negativ auf ihre künftigen Wachstumschancen in der zweitgrößten Volkswirtschaft zu blicken. Noch vor einem Jahr hatte dieser Wert bei acht Prozent gelegen.

Ein Grund für den Pessimismus sind die schwächelnde Konjunktur in China und die steigenden Arbeitskosten. Außerdem werden Rechtsunsicherheit, bürokratische Hürden, unzureichender Schutz geistigen Eigentums kritisiert.

China Dreirad-Transportmittl in Pingyao
Ausländische Unternehmen sind in der Volksrepublik China willkommen, aber sie werden mit immer strengeren Auflagen und rechtlichen Hindernissen konfrontiert (Foto: Luo Shaoyang, Wiki Commons)

An der Spitze der Klagen stehen: Beliebige Auslegung von Vorschriften und Diskriminierung im Vergleich zu chinesischen Konkurrenten. Auch US-Finanzminister Jack Lew kritisierte beim Strategischen und wirtschaftlichen Dialog (SED) in Peking die vielen Hindernisse für ausländische Unternehmen. Im Streit um die Einstufung Chinas als Marktwirtschaft wurde die EU in amtlichen Pekinger Medien vor einem Handelskonflikt gewarnt, berichtet die Deutsche Welle.

Fast 60 Prozent der Unternehmen beschwerten sich über die scharfe Internetzensur, die den Zugang zu Informationen erschwert und die Geschwindigkeit der Datenübertragung hemmt. Das waren um 17 Prozentpunkte mehr als noch 2015.

Auch die schärferen Auflagen für regierungsunabhängige Organisationen aus dem Ausland – wie die Europäische Handelskammer selbst – verschlechterten das Ansehen Chinas als Ziel für ausländische Investitionen.

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