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EU will Urlauber bei individuell gebuchten Reisen besser schützen

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Eine FUR-Trendstudie zeigt Experten, wohin die Reise bis 2025 geht (Foto: Marek Krzystkiewicz, Wiki Commons)
Eine FUR-Trendstudie zeigt Experten, wohin die Reise bis 2025 geht (Foto: Marek Krzystkiewicz, Wiki Commons)

Wohin geht der Urlaubstrend?
Endlich will die EU auch Urlauber besser schützen, die ihre Reisen individuell im Web buchen (Foto: Marek Krzystkiewicz, Wiki Commons)
Der EU-Ministerrat hat sich heute, Donnerstag, auf eine Modernisierung der EU-Vorschriften über Pauschalreisen geeinigt. Damit sollen die Verbraucherschutzbestimmungen auch auf jene Millionen Touristen ausgeweitet werden, die ihre Reisen selbst beispielsweise über das Internet zusammenstellen, anstatt vorab festgelegte Pauschalreisen aus Katalogen zu bestellen.

Die neuen Regeln bedürfen noch der Zustimmung des Europäischen Parlaments und werden voraussichtlich bis Herbst in Kraft treten. Anschließend haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit für die Umsetzung in nationales Recht.
Mit der Reform werden nicht nur bestehende Schutzvorschriften auf individuelle Pauschalreisen ausgeweitet – sie enthält noch weitere Vorteile für Verbraucher und Unternehmen.

  • Dazu gehören verbesserte Stornierungsrechte, bessere Informationen über Preise und Zusatzkosten und klare Ansprechpartner für Schadensersatzansprüche. Unternehmen sollen durch Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen und Anschaffung veralteter Anforderungen entlastet werden.
  • Dazu Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung: „Wenn jemand seinen Urlaub plant, sollte er sich nicht über unzureichenden rechtlichen Schutz sorgen müssen. Deshalb werden neue EU-Regeln bald mehr als 120 Millionen Urlauber schützen, die online kombinierte Reisen buchen – die EU-Vorschriften für Pauschalreisen werden an das digitale Zeitalter angepasst.“

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    Reisende werden künftig genau wissen, was sie kaufen und was ihre Rechte sind, besonders, wenn etwas schief läuft während des Urlaubs. Diese neuen Regeln unterstützen auch die Reisebranche, die von weniger Verwaltungsaufwand und dringend benötigter legaler Klarheit profitieren werden.

    Bisherige Grundlage für den Schutz von Ferienreisenden in der EU ist die Pauschalreise-Richtlinie von 1990, dazu zählen etwa eine Rückreiseversicherung bei Insolvenz eines Reiseveranstalters oder die Haftung für sämtliche im Pauschalpaket enthaltenen Leistungen.

    Mit der Reform sollen diese Vorschriften für das digitale Zeitalter fit gemacht werden. Denn immer mehr Reisende buchenstellen ihren Urlaub im Internet zusammen und können sich nicht immer sicher sein, dass sie wirklich geschützt sind, wenn etwas schief läuft.