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Wann, wo und wieviel Sie Trinkgeld geben!

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Femde Länder, fremde Sitten: Trinkgeld geben aber richtig
Femde Länder, fremde Sitten: Trinkgeld geben aber richtig (Foto:Pixabay)

In europäischen Ländern wird fast überall Trinkgeld erwartet. Es gibt aber auch ein regelrechtes Süd-Nord-Gefälle. In Italien, Griechenland oder in der Türkei sind im Schnitt zehn Prozent üblich, im skandinavischen Raum hingegen sind fünf Prozent ausreichend. In Dänemark wird kein Trinkgeld erwartet, in Island ist es im Endpreis inkludiert.

In Frankreich, Spanien, Italien oder Portugal wird das Trinkgeld einfach auf dem Tisch liegen gelassen. Kleinstbeträge, wie fünf Cent, werden aber als unhöflich angesehen.

In Irland gibt man in einem Pub anstatt des Trinkgelds dem Barkeeper einen Drink aus („Have a drink“). Davon hat er mehr und wird Sie beim nächsten Besuch mit einem strahlden Gesicht begrüßen.

Trinkgeldsitten außerhalb von Europa

  • Wie in ganz Nordafrika geht auch in Ägypten nichts ohne „Bakschisch“. Wird in einer Reisegruppe gereist, braucht man sich über die Höhe des Trinkgeldes kaum Gedanken machen, die Reiseleiter belohnen pauschal das Personal bei den Sehenswürdigkeiten und die Gepäckträger. Im Restaurant und für das Taxi sind zehn Prozent üblich, ansonsten kostet jede noch so kleine Dienstleistung ein paar Münzen. Das Trinkgeld ist Bestandteil des Lebensunterhaltes und sollte – zwar nicht großzügig – aber doch gern gegeben werden.
  • In Japan und China ist Trinkgeld geben unüblich. In den Touristenzentren ist allerdings das Personal an zehn Prozent Trinkgeld vom Rechnungsbetrag gewöhnt. ÖAMTC-Tipp: Immer diskret und nicht vor den Augen anderer überreichen.
  • In Thailand wird Trinkgeld unter zehn Baht (das sind gerade mal zwei Cent) als Beleidigung empfunden.
  • In der Südsee kann die traditionelle Gastfreundschaft auf bestimmten Inseln die Annahme von Trinkgeld verbieten.
  • In den USA ist das Grundgehalt im Gastronomiegewerbe äußerst niedrig. Die Mitarbeiter der Restaurants, Hotels und anderen Dienstleistungsunternehmen sind auf das Trinkgeld angewiesen. Der „Tip“ ist hier somit Pflicht. In Restaurants wird 15 bis 20 Prozent Trinkgeld erwartet, falls die Servicegebühr nicht schon auf der Rechnung angeführt ist. Das Personal, das einen zum Tisch begleitet, lebt vom Trinkgeld.
  • In Australien gibt es keine „Verpflichtung“ für ein Trinkgeld wie in den USA. Vor einigen Jahren war Trinkgeld sogar unüblich. Das hat sich mittlerweile geändert. Hin und wieder wird man aber Menschen antreffen, die partout kein Trinkgeld annehmen – und das sollte man als Urlauber dann akzeptieren.

  • Wer sich unsicher ist, wie viel Trinkgeld angemessen ist, kann sich auch vor Ort (z.B. an der Hotel-Rezeption) erkundigen. Wenn es vorkommt, dass man als Gast mit der Leistung von Zimmermädchen oder Kellner nicht zufrieden ist, sollte man das sachlich begründen und wenig oder kein Trinkgeld geben. Sonst ist es üblich, dem Personal auf dem Zimmer ein Trinkgeld zurückzulassen. Und nicht auf den Doorman und Liftboy vergessen.

    TRAVELbusiness-Tipp: Schauen Sie im Restaurant am besten in der Karte nach, ob das Trinkgeld schon inkludiert ist, zum Beispiel ob dort ‚Service Charge included‘ steht. So vermeiden Sie, ins Fettnäpfchen zu treten.

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