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Reisebeschwerden: Statt Urlaubsfreude nichts als Ärger

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Für so manchen Urlauber bleibt diesen Sommer die schönste Zeit des Jahres in keiner guten Erinnerung. Statt Erholung und Spaß gab es Ärger und Zoff: Stornos, gecancelte oder verspätete Flüge sowie Pannen bei Online-Buchungen waren im Juni und Juli 2013 die drei häufigsten Aufreger. Das zeigt eine erste Auswertung von 210 Reisebeschwerden durch die Arbeiterkammer.

Stornos wegen politischen Unruhen

Im Mittelpunkt der Beratungen standen heuer Stornoanfragen (40 Prozent). Dabei ging es fast immer (35 Prozent) um die politischen Unruhen und Demos in Ägypten und der Türkei. Die Ratsuchenden wollten über die Sicherheitslage im Urlaubsland Bescheid wissen, und ob kostenlos storniert oder umgebucht werden kann. Die restlichen Fragen betrafen gängige Stornierungen, etwa aufgrund von Krankheit.

Troubles mit Flügen

Überbuchte, unpünktliche oder gestrichene Flüge, etwa wegen technischer Gebrechen oder erkrankter Piloten, und beschädigte oder verspätete Koffer regten jede/n Fünfte/n auf. Sie beklagten vor allem, dass das Zahlen von Entschädigungen nach der Fluggastrechte-Verordnung nicht glatt über die Bühne ging sowie den zu geringen Schadenersatz für ramponiertes Gepäck.

Nervige Internetbuchungen

14 Prozent der KonsumentInnen kämpften mit unterschiedlichsten Problemen: Meist schlugen sie sich mit den Online-Buchungen herum – zum Beispiel: Sie buchten aufgrund einer Fehlermeldung doppelt; sie bekamen eine Stornogebühr-Forderung, obwohl die Buchung fehlgeschlagen war. Aber auch insolvente Reisefirmen verwandelten die Urlaubslust in Urlaubsfrust.

Frust mit der Unterkunft

Jeder Neunte beanstandete die miese Unterbringung: Die Hotels hielten nicht, was der Prospekt versprach – so fehlte der gebuchte Meerblick, der nächste Ort war nicht zwei, sondern 30 Kilometer entfernt … Disco- oder Fluglärm störten ebenfalls die Urlaubsruhe.

Undurchsichtige Preisangaben

Weitere Reizthemen waren etwa Preisprobleme wie intransparente Preisangaben im Internet oder Leistungsänderungen knapp vor der Abreise – so wurden Überbuchungen des Hotels bekannt gegeben, aber keine gleichwertigen Ersatzangebote gemacht.

Background: Die Arbeiterkammer (AK) analysierte die ersten Beschwerden von 210 Konsumenten in der Haupturlaubszeit (2012: 201), die sich beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) von Mitte Juni bis Mitte Juli beraten ließen. Von den 210 Beratungen hatte rund jeder zweite Konsument (54 Prozent) eine Pauschalreise gebucht.

Rund 38 Prozent der Anfragen gingen auf Flugbuchungen zurück, rund acht Prozent auf Ferienunterkünfte und andere touristische Leistungen wie Fähren oder Mietautos. Die Anfragen bezogen sich auf die Reiseländer Ägypten, Spanien und die Türkei. Auffällig: Rund 56 Prozent der Buchungen erfolgten online – rund ein Fünftel davon über spezielle Online-Buchungsportale. (Quelle: AK)

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