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Mobile Endgeräte sind Buchungskanäle der Zukunft

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Internet am Strand
Die Bedeutung des Buchungsmediums Online hat in der Touristik auch im Vorjahr weiter zugenommen. Und der Trend setzt sich weiter fort (Foto: iStock)

Internet am Strand
Die Bedeutung des Buchungsmediums Online hat in der Touristik auch im Vorjahr weiter zugenommen. Und der Trend setzt sich weiter fort (Foto: iStock)
Die mobile Internetnutzung ist die große Chance der Online-Tourismusbranche: Aktuelle Studien, die der Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) zum Auftakt der weltweit größten Reisemesse ITB in Berlin präsentierte, zeigen einen nahezu explosionsartigen Anstieg beim Gebrauch von Smartphones und Tablets in der deutschen Bevölkerung.

Nicht nur, dass mit 52 Prozent viermal so viele Menschen wie noch vor drei Jahren das mobile Internet nutzen, bereits 41 Prozent gehen mit Smartphones und Tablets online. „Zweifellos kann sich die Online-Touristik über mobile Endgeräte völlig neue Reichweiten erschließen“, betonte VIR-Vorstand Michael Buller auf dem „Online Summit 2014“ des VIR. „Die Nutzung des mobilen Internets auf Reisen wird weiter zunehmen, und damit auch die Buchung von Reiseleistungen über mobile Endgeräte.“

Derzeit dient das mobile Internet vor allem der Information: Rund 34 Prozent der Nutzer holen sich damit vor ihrer Reise Informationen aus dem Netz, unterwegs sind es 27 Prozent, was gegenüber dem Vorjahr fast eine Verdoppelung darstellt. Verhaltener sind die Deutschen noch bei der Buchung über Smartphones und Tablets: Vor der Reise reservieren sich 14 Prozent Reiseleistungen über mobile Endgeräte, von unterwegs sind es vier Prozent.

„In diesem Bereich gibt es für die Online-Anbieter viel Potenzial“, bekräftigte VIR-Vorstand Michael Buller. „Hier gilt es noch kreativer und innovativer zu sein, um die Userzahlen nachhaltig zu erhöhen und auch zum Kauf von Leistungen über mobile Endgeräte zu animieren.“

Die auf dem VIR Online Summit 2014 vorgestellten Studien der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR) und der GfK unterstreichen eindrucksvoll, dass sich die Reisenden nicht nur immer stärker, sondern auch zunehmend sicherer im Internet bewegen.

Im Rahmen der FUR-Reiseanalyse wurde dabei gezielt das Internet-Verhalten von Reisenden untersucht, die einen Online-Zugang haben und in den vergangenen zwölf Monaten eine Urlaubs- oder Kurzurlaubsreise unternommen haben. Sage und schreibe 91 Prozent von ihnen, so das Ergebnis, informierten sich zu ihrer Reise gezielt im Web. Auch die Intensität, mit der das Internet als Informationsquelle genutzt wird, nimmt zu: Der User, so das Fazit der FUR-Reiseanalyse, sucht online nach mehr Themen pro Reise.

Eine immer bedeutendere Rolle kommt dem Bereich Social Media zu: Rund 36 Prozent der Studien-Teilnehmer haben bei ihrer letzten Reise Erlebnisse über soziale Netzwerke, Blogs, Foto- oder Videoplattformen geteilt. Interessant dabei: Nicht nur die junge Generation postet. Etwa 24 Prozent der 60- bis 70jährigen teilen ihre Urlaubsaktivitäten über das Internet.*

Wie die GfK im Rahmen der TravelScope 2.0 Studie auf dem VIR Online Summit aufzeigte, hat die Bedeutung des Buchungsmediums Online auch im Vorjahr weiter zugenommen: Während sich mit Blick auf den touristischen Gesamtmarkt der Umsatz an vorabgebuchten Leistungen in 2013 nur um fünf Prozent erhöhte, legten die Online-Buchungen um 20 Prozent zu.

Zudem werden laut GfK rund 72 Prozent aller Kombinationsbuchungen bereits über das Internet getätigt. Als Destination besonders stark nachgefragt sind Großbritannien, Irland, Skandinavien, die USA und Kanada: Für diese Länder liegt der Online-Buchungsanteil bei über 60 Prozent. Auch mehr als die Hälfte aller Städte- und Eventreisen werden bereits im Web gebucht.*

Im aktuellen Reisejahr setzen die Deutschen stärker als in 2013 auf eine frühzeitige Buchung, so das Ergebnis der aktuellen Lastminute-Studie von Ulysses – WebTourismus, die ebenfalls auf dem VIR Online Summit präsentiert wurde. Demnach planen in 2014 rund 35,9 Prozent der Reisenden ihren Urlaub mehr als drei Monate im Voraus (2013: 32,6 Prozent).

Wie Ulysses – WebTourismus feststellte, hat die Nutzungsquote von Preisnachlässen und Gutscheinen innerhalb der Reise-Branche in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Sagten im Jahr 2011 noch über 37 Prozent der Befragten, in ihrer Buchungsentscheidung durch Gutscheine und Rabatte beeinflusst worden zu sein, lag die Quote in 2013 nur noch bei 27,4 Prozentpunkten.

„Dies ist eine erfreuliche Entwicklung in puncto Qualität“, kommentierte VIR-Vorstand Michael Buller. „Langfristig werden sich in der Online-Branche nur jene Anbieter durchsetzen, die auf Leistung und Service anstelle von kurzfristigen Rabattaktionen setzen.“

Die auf dem VIR „Online Summit 2014“ der ITB Berlin vorgestellten Erhebungen und Analysen sind ausführlich im neuen VIR-Branchenbericht „Daten & Fakten 2014“ zum Online-Reisemarkt zusammengefasst, der ab sofort auf der Internet-Seite www.v-i-r.de abrufbar ist.

* Quelle: „FUR-Reiseanalyse 2013“, „GfK, Travelscope 2.0“ und „Last-Minute-Reisen 2012“ von Ulysses – Web-Tourismus, veröffentlicht in den „Daten & Fakten 2014“ des Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR).

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